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Öko-Tipps

In der Programmzeitschrift “Printzip“ ist eine von uns initiierte Sammlung von Fachbeiträgen entstanden, die wir in unserer Homepage veröffentlichen.

 

Althauserneuerung

Mit einer Hausmodernisierung sind vor allem Einsparungen im Energiebereich möglich. Eine Investition in ein älteres Haus kann sich daher lohnen. Neben den Energieeinsparungen verbessert sich die Wohnqualität und der Wert eines Hauses wird gesteigert.

Heizkosten können beispielsweise durch einen modernen Brennwertkessel für die alte Heizung eingespart werden, Fenster können gegen Isolierglasfenster ausgewechselt oder die Dämmung von Außenwänden und Dach ausgeweitet werden. Anbauten, wie zum Beispiel Wintergärten, verglaste Loggien oder Vordächer, sind weitere Möglichkeiten das Haus aufzuwerten und dabei Energiekosten einzusparen. Fensterfronten können möglicherweise vergrößert werden, um eine bessere Sonneneinstrahlung zu erreichen. Gleichzeitig verbessern sich dadurch die Lichtverhältnisse und die Wohnqualität nimmt zu. Bei Altbauten, die unter Denkmalschutz stehen, müssen allerdings gewisse Vorschriften berücksichtigt werden. Bei einer ohnehin anstehenden Modernisierung kann in die Überlegungen auch die solare Stromerzeugung in Betracht gezogen werden. Es sollte daher geprüft werden, ob eine geeignete Dachfläche vorhanden ist. Wenn die Dacheindeckung gleichzeitig erneuert wird, kann der Einbau einer Photovoltaikanlage ohne großartige Zusatzkosten installiert werden. Ziel bei einer rundherum Altbau-Erneuerung sollte die Umstellung auf regenerative Energiegewinnungsmöglichkeiten sowohl beim Heizungssystem, der Warmwasseraufbereitung und der Stromerzeugung sein. So können einzelne Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden, um ein optimales Gesamtkonzept umzusetzen.

Für die Finanzierung einer Modernisierung stehen Fördermittel zur Verfügung. Außer den Darlehen der KfW gibt es vor allem für Energiesparmaßnahmen Fördermittel der Bundesländer, der Kommunen und örtlicher Versorgungsunternehmen. Im Internet kann die Förderdatenbank der Deutschen Energie-Agentur www.thema-energie.de zur Informationssuche genutzt werden.

Baubiologie

Die Aufgabe der Baubiologie ist eine förderliche Wohnumwelt zu gestalten, die umweltfreundlich, menschenwürdig und sozial gestaltet ist. Die ganzheitlichen Beziehungen zwischen Menschen und der Wohnumwelt steht dabei im Mittelpunkt. Es geht zunächst einmal um die Vermeidung gesundheitsbelastender Faktoren in Gebäuden, das heißt in Wohnräumen, aber auch in Büros. Um das umfassende Konzept der Baubiologie durchzuführen, sind ganz unterschiedliche Berufsgruppen beteiligt, beispielsweise Baufachleute, Ärzte, Chemiker, Ingenieure, Techniker und Umweltmediziner. Eine interdisziplinäre Ausrichtung ist hier sinnvoll, um die einzelnen Wirkungen von Stoffen besser zu untersuchen. Es geht mitunter um Schadstoffe, Schimmelpilze und Elektrosmog in Gebäuden und vor allem in den Wohnräumen. Die Grundsätze der Baubiologie finden neben dem Bau von Wohnungen auch bei der Errichtung von Schulgebäuden, Krankenhäusern und Kindergärten Verwendung. Bei der Auswahl der Baustoffe wird vor allem die Ressourcenschonung und die möglichst geringe bis keine Schadstoffbelastung berücksichtigt. In das Gesamtkonzept werden ebenso die Transportwege und der Energieverbrauch bei der Herstellung der Materialien bedacht. Ziel des baubiologischen Konzepts ist es, eine möglichst geringe Umweltbelastung zu erreichen. Gesundheitsschädliche Auswirkungen auf die Bewohner/innen sollen so vermieden werden. Im einzelnen können beispielsweise Erdstrahlen, Wasseradern und Elektrosmog am Schlafplatz Ursache für bestimmte Erkrankungen wie Schlafstörungen, Migräne, Rheuma, Rückenschmerzen sein. Darüber hinaus sollen aber auch die individuellen Wohnbedürfnisse und Nutzungsanforderungen Berücksichtigung finden und nicht vernachlässigt werden, da es um die ganzheitliche Beziehung von Wohnumwelt und den Menschen geht. Einige Grundlagen der Baubiologie sind jedoch noch nicht wissenschaftlich belegt.

Bauen für die Seele

Bauen für die Seele“ heißt Einklang zwischen dem Gebäude, dem Menschen und der Umgebung zu schaffen. Um das eigene Heim zu einer Wohlfühloase werden zu lassen, sollte bei einem Neubau bereits auf die Materialien geachtet werden. Natürliche Baustoffe, wie beispielsweise Holz, Lehm oder Zellulosedämmwolle bieten sich besonders an. Dazu zählen auch der sparsame Umgang mit Ressourcen sowie eine sinnvolle Planung beim Energieverbrauch des späteren Gebäudes. Eine passive und aktive Sonnenenergienutzung, sinnvolles Dämmen und Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs können in einem aufeinander abgestimmten Wohnkonzept für ein behagliches Gefühl sorgen. Naturbaustoffe sind auf Ressourcen schonend und tragen außerdem zu einem gesunden Raumklima bei. Schadstoffarme Innenräume entlasten die Gesundheit der Bewohner/innen. Um dies zu erreichen, kommt es bei der Auswahl der Materialien vor allem auf die Emissionen der Baustoffe an. Daher sollte nur mit Stoffen gebaut werden, deren Emissionen geprüft sind. Erkennbar ist dies an bestimmten Labels wie beispielsweise der Blaue Engel. Wer sich unsicher ist, kann sich vom Fachmann beraten lassen. Neben den grundsätzlichen Überlegungen bei einem Neu- oder Umbau und einer sehr sorgfältigen Planung des gesamten Vorhabens, sind weitere Dinge wichtig, um mit seiner wohnlichen Umgebung im Einklang zu leben. Manch einer setzt dabei auf das Konzept Feng Shui. In der traditionellen chinesischen Medizin geht es um die Aktivierung des Energie Chi, bei Feng Shui um die Aktivierung des Chi in Wohnräumen. Feng Shui ist ein chinesisches Konzept zur Schaffung von Harmonie in Wohnräumen oder bei ganzen Gebäuden. Die Raumgestaltung erfolgt nach bestimmten Regeln, um Energiestaus zu vermeiden. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob ein solches System für mehr Wohlbefinden im Wohnraum sorgen kann.

Bauen mit Lehm - Claytec

Unter dem Warenzeichen Claytec werden seit vielen Jahren hochwertige Baustoffe aus Lehm vertrieben. Angeboten werden Lehmputze, Farb-Lehmputze, Lehmsteine, Lehmtrockenbauplatten und vieles mehr, wie eine ausgereifte Planungs- und Infrastruktur sowie Baustofflogistik, welche für gleich bleibende Qualität und Wirt-schaftlichkeit im Lehmbau stehen. Lehm ist einer der ältesten Bausubstanzen und gleichzeitig eine der modernsten, zudem umweltschonensten Methoden zu bauen. Lehm ist eine ungiftige Bausubstanz, die sich leicht verarbeiten lässt und vor allem ein angenehmes Raumklima schafft. Gemäß einer Untersuchung der Universität Kassel (FEB) liegt die relative Luftfeuchte in Lehmhäusern im Mittel bei etwa 50 Pro-zent, denn Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit der Raumluft durch die Fähigkeit, Feuchtigkeit schnell aufzunehmen und zu speichern. Diese relativ konstante Luftfeuchte erzeugt ein äußerst angenehmes und gesundes Wohnklima, verhindert das Austrocknen der Schleimhäute, reduziert die Feinstaubbildung und beugt somit Erkältungskrankheiten vor. Besonders für Allergiker wirken sich diese Eigenschaften des Lehms positiv aus. Ferner speichert Lehm Wärme und absorbiert Schadstoffe aus der Raumluft. Was den Lehm sehr günstig im Erwerb macht, ist die Tatsache, dass er praktisch überall in unbegrenzter Menge und somit regional verfügbar ist. Für die Herstellung von Lehm und dessen Verarbeitung wird nur sehr wenig Energie be-nötigt, was ihn umweltschonend macht. Dabei ist er noch recycle- und wieder verwertbar und konserviert Holz.

Die Firma Claytec macht sich eine weitere Eigenschaft im Umgang mit Lehm zu eigen - nämlich die einfache Handhabung. So vertreibt Claytec deutschlandweit verschiedene Lehmprodukte, vor allem für den Hausbau. So zum Beispiel Lehm Trockenputzplatten, welche vollflächig auf Wände, Decken und Holzwerkstoffplatten geklebt werden, damit bringt man ohne Schmutz und Trocknungszeiten über Nacht Lehmklima in die eigenen vier Wände. Mit dem Japanputz greift Claytec die japanische Tradition naturbelassener Lehmoberflächen in Teehaus und Kaiserpalast auf: Farbige Töne sind hier sowohl Bindemittel als auch farbgebendes Pigment. Ferner werden Dämmschalen für Fachwerk- und Altbauwände angeboten.

Bio-Putze

Bei einem Hausbau kommen häufig giftige Substanzen zum Einsatz. Diese können beispielsweise Allergien, Kopfschmerzen, Reiz- oder Schlafstörungen bei den Bewohner/Innen auslösen. Wohnen in belasteter Raumluft kann also krank machen. Deswegen ist es wichtig, möglichst schon beim Bauen unbelastete Stoffe zu verwenden. Ein weiterer Vorteil ist die geringere Schädigung der Umwelt, denn durch das Verbrennen von giftigen Baustoffen werden die Atmosphäre und die Ozonschicht geschädigt.  Mit umweltfreundlichen Konsumverhalten kann hier jeder Einzelne etwas zum Einsparen der giftigen Materialien tun. Die Natur bietet eine Vielzahl von natürlichen Baustoffen, die keine schädigende Wirkung haben und das Ökosystem nicht gefährden.

Zum Verputzen von Innen- und Außenwänden sind beispielsweise Bio- Putze erhältlich, die unter anderem die Schweitzer Haga AG produziert, aber auch in Deutschland im Naturbaustoffhandel vertrieben werden. Die Bio- Grundputze bestehen aus wetterfesten, reinsten, strahlungsfreien Kalksteinsanden, Trasskalk, Weißkalk, Weißzement sowie natürlichem Verzögerer und sind für alle Mauerwerke geeignet. Die Bio- Putze sind frei von synthetischen Zusätzen.

Dachbegrünung

Eine Dachbegrünung schmückt ein Haus, eine Garage oder Caport nicht nur, sondern verzögert auch die Alterung des Daches. Eine Dachbegrünung schützt weiterhin vor zu starker Hitze und das Dach kühlt gleichzeitig langsamer ab, als ein frei bewittertes. Eine Begrünung fängt auch Niederschlag wie ein Schwamm auf, bei starkem Regen können Überlastungen des Abflusskanals vermieden werden, da die Flüssigkeit nach und nach abgegeben wird.

Voraussetzung für eine Begrünung ist ein nicht zu steiles Dach und eine durchwurzelungsfeste Dachdichtung. Die Dichtung kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen, wie beispielsweise Kunststoff oder Kautschuk, sollte aber einen Wurzelfestigkeitstest bestanden haben. Ansonsten kann es zu Beschädigungen durch Wurzelwachstum kommen und die Dichtigkeit des Dachs wäre nicht mehr gegeben. Je nach gewünschter Begrünungsgeschwindigkeit gibt es verschiedene Pflanzen, die besonders für eine Dachbegrünung geeignet sind. Eine Sedumsprosse beispielsweise bildet Wurzeln an den Trieben aus und ist so eine kostengünstige und pflegeleichte Möglichkeit einer Dachbegrünung. Bei dieser Art der Dachbepflanzung muss allerdings etwas Geduld mitgebracht werden. Es gibt aber ebenso fertige Vegetationsmatten, die ähnlich wie Rollrosen ausgelegt werden können und so schnell für ein begrüntes Dach sorgen. Die Kosten sind bei der schnelleren Lösung allerdings höher. Auch verschiedene Kräuter, die nicht zu anspruchsvoll sind, können für eine Dachbegrünung in Frage kommen.

Tipp: Ein stabiles Flachdach kann zu einem praktischen Garten umgebaut werden, der als kleine Erholungsoase für schöne Sommertage nutzbar gemacht werden kann.

Die Bretter, die die Welt bedeuten

Bodenbeläge begleiten uns nicht mehr durch das ganze Leben. Die ökologische Diskussion führt uns auch vor Augen, dass am Bo­­den mehr haftet, als auf den ersten Blick zu vermuten wäre. „Wood­Li­ne Massivholzböden“ stehen für hochwertige Vollholzböden mit ein­em ganzheitlichen, ökologischen Konzept.

Wir sollten mittlerweile gelernt haben, hinter die Kulissen der Produkte zu schauen, mit denen wir täglich leben. Was hat zum Beispiel ein Bo­­­denbelag mit dem Klima zu tun? Sehr viel, wenn man bedenkt, dass Tropenhölzer jahrelang zum festen Sortiment zahlreicher Her­stel­ler von Möbeln und Böden gezählt haben. Heute weiß man, dass mit dem Abholzen der zum Teil über 100 Mio. Jahre alten Tropenwälder der erste Grundstein für eine Klimakatastrophe gelegt wurde. Der so­for­tige Verzicht auf jegliche Tropenhölzer ist unabwendbar.

Das umfangreiche Programm an „WoodLine Massivhölzböden“ mit un­­terschiedlichsten Maserungen und naturedlen Farbvariationen ba­siert ausschließlich auf Hölzern aus dem Schwarzwald und den Vo­ge­sen. Aus Ahorn, Douglasie, Eiche, Erle, Esche, Fichte, Hainbuche, Kas­tanie, Kirsche, Lärche, Robinie, Rotbuche, Seekiefer rouge und Ul­me werden Kurzdielen und Nagelparkett in verschiedenen Qualitäten ge­fertigt.

Der Hersteller von „WoodLine Massivholzböden“ geht noch viel wei­ter: Alle verarbeiteten Hölzer müssen nicht nur ökologisch, sondern eben­­so baubiologisch in Ordnung sein, z.B. frei von Insekten, Pes­ti­zi­den, und Holzschutzmitteln.

„Niemand muss mehr einem vermeintlich konsequent ökologischen Holz­boden auf dem Leim gehen“, kommentiert der bekannte Fach­mann für Vollholzböden. Martin Geng, seines Zeichens auch Gründer der Firma WoodLine, eine weitere Qualität seiner Produkte. Alle Böden der Firma WoodLine sind nämlich völlig leimfrei und werden zudem rein mechanisch mit Nägeln, Schrauben und Bügeln befestigt.

Die Oberflächenbehandlung mit speziell entwickelten Na­tur­harz­öl­imprägnierungen, Naturharzlacken und Wachsen rundet das vor­bild­liche Konzept der Firma WoodLine ab.

„WoodLine Massivholzböden“ gibt es nur im qualifizierten Fach­han­del.

Einblas-Dämmung

Wer möchte heutzutage noch auf eine gute Dämmung im eigenen Haus verzichten, denn neben Schallschutz bietet sie Geldersparnis und Umweltschutz. Es gibt allerdings oft Schwächen, zum Beispiel Stellen, in die sich Dämmplatten nur schwer einpassen lassen oder die nicht gut erreichbar sind. Dort haben Lärm und Kälte die Möglichkeit ins Haus zu gelangen. Außerdem entsteht beim Zuschneiden von Dämmmaterialien oft Abfall, der nicht weiterverwertbar ist.

Um solche Probleme zu umgehen, bietet sich die Methode der Firma isofloc an. In Dächer, Wände und Decken wird dabei ein Zellulose-Dämmstoff zwischen die Sparren oder Balken eingeblasen. Durch den Einblasdruck wird das Material in die Form des zu dämmenden Hohlraumes gebracht und verdichtet. Auch Installationen, unregelmäßige Sparrenabstände, krumme Balken und andere Details werden zuverlässig bis in den letzten Winkel gedämmt.

Die Verarbeitung erfolgt unproblematisch. Das Material wird in Säcken auf die Baustelle geliefert. Dort wird es in eine Verarbeitungsmaschine gefüllt und über einen Schlauch in das Gebäudeinnere und in das zu dämmende Bauteil transportiert. Es gibt keinen Zu- und Verschnitt, keine Transportzeiten auf der Baustelle und im Vergleich weniger Müll der beseitigt werden muss.

Insgesamt gibt es drei Verarbeitungsmethoden. Beim Einblasen wird isofloc über einen Schlauch in die vorgesehenen Hohlräume eingeblasen und verdichtet sich dabei zu einer Wärmehülle. Diese Verarbeitungsform ist geeignet für eine Dämmung in voller Sparrenhöhe von Alt- oder Neubauten, zur nachträglichen Dämmung von Decken und Wänden.

Das Aufblasverfahren kommt auf leicht zugänglichen oder abgehängten Decken zum Einsatz. Isofloc wird offen aufgeblasen und bildet dabei eine fugenlose Dämmschicht. Dieses Verfahren ist rationell einsetzbar im ungenutzten Dachraum von beispielsweise Industriehallen und belüfteten Geschoßdecken in Mehrfamilienhäusern.

Die dritte Möglichkeit ist das Sprühverfahren, besonders insbesondere sinnvoll für massive Wände, Holzständerwerk oder schalldämmende Leichtbauwände. In einem einzigen Arbeitsgang können auf eine Wand bis zu 20 Zentimeter dicke, oberflächenbündige und genau füllende Dämmschichten aufgetragen werden. Um die Bindekräfte der Zellulose zu aktivieren, werden bei diesem Verfahren die Dämmflocken mit einem leichten Wassernebel befeuchtet. Nach dem Aufsprühen werden die Überstände mit einer Planbürste geglättet.

isofloc-Zellulosedämmstoff besteht ausschließlich aus reinem Tageszeitungspapier und einer Mischung aus Borsalzen. Er bereitet auch bei Umbau und Abriss keine Entsorgungsprobleme, da er problemlos weiterverwendet werden kann.

Erdkeller

Erdkeller sind eine gute Sache, wenn es um die Lagerung von Gemüse, Obst oder Wein geht. (Achtung: Obst und Gemüse sollten nicht zusammen gelagert werden, da reife Früchte Reifegas abgeben, was die Alterung bei Gemüse beschleunigt. Daher kann mitunter durch einen Folienbeutel Obst im Erdkeller separiert werden.) Insbesondere im Winter erweist er sich als „Schatzkammer“, da er frostfrei ist. Durch den hier anzutreffenden richtigen Feuchtigkeitsgehalt der Luft bleiben zum Beispiel Möhren richtig knackig. Erdkeller sind meist etwa vier Meter vom Erdreich überdeckt, da in dieser Tiefe optimale Temperaturbedingungen herrschen. Im Erdreich breitet sich Wärme mit etwa acht Meter pro Jahr aus, in vier Meter Tiefe herrscht damit genau die umgekehrte Temperaturkurve wie an der Erdoberfläche. Das bedeutet, die Kälte des Winters trifft genau im Sommer auf den Keller, im Winter dagegen ist der Keller am wärmsten.

Der Bau von Erdkellern ist unterschiedlich: von der einfachen kleinen Plastikdeckeltonne, die in die Erde vergraben wird, bis zum prächtigen Variante, wie ein Gewölbekeller anmutend, reicht zumindest in der Theorie die Palette.

Eines bedingt ein Erdkeller auf jeden Fall, denn es muss eine Grube, gerne in Hanglage, anfänglich ausgehoben werden. Weiter kann es als eine Bauvariante mit vorgefertigten Betonteilen, wie aus Betonringen, gehen. Die Tiefe der Grube sollte mindestens ein Drittel des gewählten Ringdurchmessers haben, die Länge richtet sich nach der Zahl der Ringe, die hintereinander gesetzt werden. Den Untergrund bildet ein Kiesbett, welches zur Tür hin ein leichtes Gefälle aufweisen sollte. Der hintere Teil des Erdkellerzylinders wird mit einem Betonelement abgedeckt. Der vordere Bereich kann zum Beispiel mit einem Holzrahmen oder Mauerwerk, in den die Zugangstür eingepasst wird, versehen werden. Darüber wird noch ein Vordach installiert. Die ausgehobene Erde wird komplett auf dem Betonkörper verteilt. Danach wird die Erde beliebig bepflanzt oder eingesät.

Feng Shui

Wind und Wasser“ lautet die einfache Übersetzung des Begriffs Feng Shui. Nicht grundlos, denn Wind und Wasser gelten als die stärksten Energieträger, die um die Erde fließen und in alles eindringen: Ohne Atemluft und Flüssigkeit könnte kein Wesen leben.

In den modernen Medien wird diese Lehre zwar oft von einem Hauch Esoterik umweht und gerne mystifiziert, aber in den Ursprüngen ist Feng Shui eine ernst zu nehmende Wissenschaft. Vor über 3000 Jahren entstand sie aus Beobachtungen zum Einfluss von Landschaft und Umgebung auf die dort lebenden Personen und hat bis heute in vielen chinesischen Orten Tradition. Bedeutend in der Lehre ist vor allem das so genannte „Qi“ – die  Lebenskraft, die mangels einer präzisen Definition oder Messbarkeit für das westliche Vorstellungsvermögen nur schwer greifbar ist. Durch Beachtung und gezieltes Lenken dieses Qi ist es demnach möglich, beispielsweise Gesundheit oder Wohlbefinden positiv zu beeinflussen.

Diesen Gesetzmäßigkeiten folgend, kann der Wohnort umgestaltet werden. Beispielsweise ist darauf zu achten, dass im Schlafzimmer möglichst wenig Metall Verwendung findet oder – allgemeiner – man sich in seinen Wohnräumen nicht beengt oder eingeschränkt fühlt. Wer aber tatsächlich ganzheitlich auf sein Wohlbefinden Einfluss nehmen will, dem sei ein Gespräch mit einem Feng Shui-Berater ans Herz gelegt.

Fenster (Luft, Licht, Raumgefühl)

Bei der Bau- und Renovierungsplanung sind Fenster und Fenstertüren entscheidende Gestaltungselemente, schließlich bestimmen sie wesentlich das Gesamtbild eines Hauses. Etliche Faktoren spielen bei der Auswahl der Fenster eine wichtige Rolle. Darunter fallen das Fenstermaterial, die Fensterart, die Form, Format sowie Größen. Weiterhin muss die Art und Anzahl der gewünschten Teilungen durch Pfosten, Riegel und Sprossen, die Öffnungsarten der Fensterflügel, die Oberfläche, die Verglasung wie Isolierglas und ob ein Sonnen- oder Sichtschutz an die Fenster soll überlegt werden. Zudem gilt es gewünschtes oder notwendiges Zubehör zu bedenken:
- Lüftung
- Rollladen
- Fensterladen, Klappladen
- Innenfensterbank, Außenfensterbank.

Wie Fenster optisch wirken, ist ein Aspekt, aber sie müssen auch weitere Ansprüche erfüllen, denn zum Wohnkomfort gehört beispielsweise wie Tageslicht in die Räume fallen kann, denn dieses schafft eine helle und freundliche Atmosphäre.

Ebenso ist die Lebensdauer eine Überlegung wert, denn Fenster sind Umwelteinflüssen und dem Wetter ausgesetzt. Der Bedienkomfort, ob sie also leicht zu handhaben sind, sowie der Sicherheitsaspekt, damit Fenster vor Einbruch schützen, sind zu bedenken.

Die Lage eines Hauses kann von Fenstern ebenfalls Lärmschutz abverlangen. Auf jeden Fall dienen sie der Wärmedämmung und sollten pflegeleicht sein.

Ein Kennzeichen für hochwertige Fenster ist das RAL-Gütezeichen, das nach strengen Kontrollen vom Institut für Fenstertechnik in Rosenheim vergeben wird.

Grundsätzlich gilt, dass Fenster aus deutscher Produktion nicht nur Normen unterliegen, sondern auch güteüberwacht sind. Zudem leisten die Hersteller in der Regel fünf Jahre Garantie.

Aber: Fenster sind nicht gleich Fenster! Bei Holzfenstern kommt es auf die Qualität des Holzes, bei Kunststoff- und Aluminiumfenstern auf das Innenleben und den konstruktiven Aufbau der Profile an. So können zwei optisch gleiche Fenster erhebliche Qualitätsunterschiede aufweisen.

Welches Material für Fenster gewählt wird, wie Kunststoff, Holz oder die Kombi von Holz sowie Aluminium sollte vom Baustil des Hauses und vom persönlichen Geschmack bestimmt werden. Grundsätzlich gilt, je höher die Leitfähigkeit des Werkstoffes, desto geringer die Wärme dämmende Eigenschaft. Bei der Beurteilung des Werkstoffes fallen folgende Kriterien ins Gewicht:

Holz besitzt gute Isolier- und Festigkeitswerte, ist jedoch auf Dauer wartungsintensiver als PVC oder Aluminium.

Aluminium hat in statischer Hinsicht gegenüber Holz und PVC Vorteile, ist wartungsfrei, verfügt aber aufgrund der höheren Leitfähigkeit über geringere Wärme dämmende Eigenschaften.

PVC ist wartungsfrei und weist gute Isolations- und Festigkeitswerte auf.

Verbundkonstruktionen zeigen oft günstige bauphysikalische Eigenschaften und können gestalterisch innen und außen in Material und Oberflächengestaltung gut angepasst werden. Kombinationen sind Aluminium-Holz-Fenster und Holz-Kunststoff-Fenster.

Frische Farben

Vorbei sind die Zeiten, in denen triste Farben an den Wänden regierten: Frische Farben sind im Kommen. Dass nun plötzlich Farben wie das naturnahe, beruhigende Grün und das lebhafte Gelb im Trend sind, liegt aber nicht bloß an einer Modewelle.

So ist es beispielsweise erheblich angenehmer, im Badezimmer von einem frischen Farbton als von einem klinischen Weiß begrüßt zu werden. Im Arbeitszimmer sorgen frische Farben für eine erhöhte Konzentration. Und im Wohnraum schaffen sie, je nach Wunsch, eine moderne und elegante oder luftige und freie Atmosphäre. Damit die Farben allerdings ihren Zweck erfüllen und zu einem angenehmen Wohnklima beitragen, sollten sie niemals zu „kühl“ wirken - denn Frische steht für Vitalität.

Bei der Auswahl der Farben sollten wir nicht zuletzt auch die Qualität beachten. Denn wenn diese unangenehm ausdünsten, gar gefährliche Lösungsmittel enthalten sind, kann dies der wohltuendste Farbton nicht ausgleichen.

Gartenmöbel

An warmen Frühlingstagen lässt sich die Sonne schon im eigenen Garten oder auf der Terrasse genießen. Dazu müssen nur noch bequeme Gartenmöbel her. Als besonders umweltfreundlich gelten Holzmöbel, doch sollte beim Kauf von Holzmöbeln drauf geachtet werden, dass sie nicht aus Tropenhölzer bestehen. Gartenmöbel aus Teak beispielsweise scheinen begehrt zu sein. Geworben wird oft mit der Herkunft aus umweltfreundlichem Plantagenbau. Doch auch für die Plantagen werden zunächst unberührte Urwälder gerodet und die angepflanzten Monokulturen mit Pestiziden behandelt. Wer Stühle, Tische und Bänke oder Hängematten aus Holz kauft, sollte auf das Siegel FSC (Forest Stewardship Council) achten. Das Siegel garantiert, dass das verwendete Holz aus umwelt- und sozialverträglicher Waldwirtschaft stammt und für die Produktion des Möbelstücks keine Wälder gerodet oder Tropenwälder vernichtet wurden. Ökologisch am sinnvollsten sind Gartenmöbel aus heimischen Hölzern, wie zum Beispiel Buche, Kiefer oder Lärche mit FSC-Logo. Die Transportwege und der damit verbundene Schadstoffausstoß sind bei heimischen Hölzern außerdem wesentlich geringer als beim Import von Tropenhölzern.

Bei Holzmöbeln kommt es nach dem Kauf auf die richtige Pflege an, denn die Hölzer wie Buche, Eiche, Kiefer und Lärche sind ohne Behandlung nicht wetterfest, auch sollten sie nicht in einer Wasserpfütze stehen. Gartenmöbel aus Holz vertragen kaum ständige Feuchtigkeit und sollten daher mit natürlichen Ölen oder Wachsen widerstandsfähiger gemacht werden. So können sie jedem Wetter widerstehen und sind besonders strapazierfähig. Unbehandelte Möbel sollten dagegen weder über Nacht noch bei Regen im Freien stehen.

Geothermie

Neben Sonnen- und Wasserenergie lässt sich mittlerweile auch Wärme aus der Tiefe nutzen, die so genannte Erdwärme oder Geothermie. Erdwärme ist ein umweltfreundlicher Ersatz für fossile nichterneuerbare Energieträger, wie beispielsweise Öl und Gas. Ein weiterer Vorteil ist, dass keine Emission stattfindet, was etwa bei Biomasse der Fall ist. In Deutschland gibt es bereits einzelne Kraftwerke, die Erdwärme als Energiequelle nutzen, aber auch jeder Hausbesitzer kann sich diese Art von Energie nutzbar machen. Für einfache Heizzwecke reichen so genannte „Erdwärme-Sonden-Systeme“ in wenigen Metern Tiefe aus. Die Erdwärmeheizung besteht aus einer Wärmepumpe und der Erdwärmesonde sowie deren geschlossenem Rohrsystem. In diesem zirkuliert Wasser. Auf dem Weg durch das Rohrsystem nimmt das Wasser die Temperatur der umgebenen Erde auf. Die Wärmepumpe entzieht dem System die Wärme und bringt sie auf die Betriebstemperatur der Heizung.

Tiefere Bohrungen, wie für Kraftwerke nötig sind noch sehr teuer. Lange galt Erdwärme daher als unwirtschaftlich, vor allem weil sich in Deutschland nur selten  Heißwasserreservoire direkt unter der Erdoberfläche befinden. Mit der Entwicklung neuer Technologien haben sich aber neue Möglichkeiten auch für große Kraftwerke ergeben. Das älteste Erdwärmekraftwerk steht übrigens in Italien, wo schon 1913 der aufsteigende Wasserdampf Turbinen antrieb.

Giftiger Streusalzeinsatz

Der Winter bringt Kälte und meist auch Glatteis mit sich. Um die Gefahr für Fußgänger/innen zu minimieren, müssen Bürgersteige und Grundstücke vom Glatteis befreit werden. Zum Einsatz kommen häufig Streusalz oder andere Taumittel. Diese sind jedoch in der Regel schädlich für die Natur. Salze schädigen Bäume, Pflanzen, Tiere, verunreinigen den Boden sowie das Grundwasser. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weist darauf hin, dass besonders Ahorn, Linde, Rosskastanie, Roteiche, Fichte und Douglasie empfindlich auf derlei reagieren, da sich der Nährstoffgehalt des Bodens verändert und die Bäume nicht mehr mit ausreichend Wasser versorgt werden. Sie werden ebenso anfälliger für Infektionen durch Pilze und Bakterien. Die Pfoten von Tieren können sich zudem durch den Streusalzeinsatz entzünden. Darüber hinaus beschädigen Salze Autos und Gebäude. Etwa 50 Prozent der Korrosionsschäden an Fahrzeugen geht nach Schätzung von Fachleuten auf Salz zurück. Gebäude, insbesondere Altbauten können ebenfalls mit Streusalz durch die aufsteigende Feuchtigkeit das Mauerwerk schädigen. Mittlerweile ist es in einigen Gemeinden in Deutschland verboten, Salz zu streuen und nur bei Eisregen erlaubt.

Natürlich soll nicht auf die Beseitigung der Gefahrenstellen verzichtet werden. Es gibt aber auch umweltfreundlichere Methoden Glatteis zu entfernen. Bei Schneefall reicht es beispielsweise aus mit einer Schippe oder einem Besen die Wege frei zu räumen. Bei Eis und erhöhter Glättegefahr können Sand, Kies oder Sägespäne als Streumittel eingesetzt werden. Splitt oder Granulat können hingegen giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten, so der BUND. Streumittel mit dem Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ sind so gut wie frei von umweltschädlichen Stoffen.

Streugut, das bereits im Gebrauch war, sollte nicht in die Mülltonne oder die Kanalisation, sondern sollte von der Stadtreinigung aufgekehrt werden. Weitere Informationen unter www.blauer-engel.de und www.bund.de.

Heizen mit Holz und Sonne

Wenn draußen Nässe, Kälte und Wind herrschen, träumt mancher davon, wenigstens einen Teil der wärmenden Sommersonne in die kalte Jahreszeit zu retten. Zumindest in den eigenen vier Wänden lässt sich dieser Wunsch mit einer Pelletheizung erfüllen.

Holzpellets stecken voll mit gespeicherter Sonnenenergie und der LIGNOplus Pellet-kessel bringt diese Wärme in die Wohnung. Mit dem umweltfreundlichen Energieträ-ger Holz kann jetzt praktisch genauso bequem und vollautomatisch geheizt werden, wie mit einem modernen Öl- oder Gaskessel.

Der LIGNOplus ist der heiße Favorit für alle Heizungskeller. Er ist:
- Installations- und Bedienungsfreundlich,
- liefert Wärme nach Maß und hohe Komfort,
- ist durch und durch wirtschaftlich,
- mit einer Solarwärmeanlage hervorragend zu kombinieren.

Der LIGNOplus wird weitgehend vormontiert geliefert, so dass der Transport auf engen und steilen Kellertreppen ein Kinderspiel ist.

Eine Kesselanschlussgruppe im Zubehörset macht den Anschluss ohne aufwändige Rohrverlegung zur einfachen Angelegenheit. Die Elektroanschlüsse sind vorinstalliert oder lassen sich über gekennzeichnete Stecker schnell und sauber anschließen. Eine digitale Heizungsregelung im Zubehör garantiert allen Komfort eines modernen Heizsystems. Nur wenige Male pro Heizsaison muss die tragbare Aschenbox entleert werden. Dies geschieht ohne Schmutz und ohne Abschalten des Kessels mit wenigen Handgriffen. Höchste Wirkungsgrade (bis über 94 Prozent) sind eine starke Leistung. Der LIGNOplus kann noch mehr. Ein nahezu perfektes Team bildet der LIGNOplus mit einer Solaranlage. Praktisch ohne CO2 Ausstoß stehen warmes Wasser und Heizwärme rund ums Jahr zur Verfügung.

Herstellungsenergie [Vergleich von Bauweisen]

Beim Bau eines Passivhauses lohnt ein Vergleich der Herstellungsenergie von unterschiedlichen Bauweisen. Denn der Vergleich der Herstellungsenergie von Holzbauweise mit energetisch günstigem Dämmstoff zum Massivbau mit hohem Energieaufwand offenbart große Unterschiede. Der Primärenergieaufwand zu Herstel-lung eines kompakten zweigeschossigen Passivhaus mit 140 Quadratmeter Wohnfläche beträgt bei der Holzbauweise mit dem Dämmstoff isofloc 34.000 Kilowattstunden und mit dem Dämmstoff Glaswolle 57.000 Kilowattstunden. Bei der Massivbauweise mit dem Dämmstoff Steinwolle beträgt die Primärenergie dagegen 82.000 und mit dem Dämmstoff Polystyrol 98.000 Kilowattstunden. Zwischen dem Minimum bei der energetisch günstigen Variante der Holzbauweise und dem Maximum der energetisch aufwendigen Variante bei der Massivbauweise liegen damit 64.000 Kilowattstunden, was vergleichbar mit 6.400 Liter Heizöl ist. Dies entspricht dem Heizwärmebedarf des Passivhauses über 30 Jahre. Der Wärmeschutz des massiven Passivhauses ist dabei nicht besser als der des Holzbaus.

Quelle: Quadriga 6/2002 Robert Borsch – Laaks Büro für Bauphysik, Aachen

Holzfassaden

Der natürliche Baustoff Holz lässt sich beim Hausbau gut als Fassadenmaterial einsetzen, um die Bausubstanz vor Schäden durch das Wetter abzuschirmen. Die Holzfassade kann unbehandelt belassen werden. Sie altert aber und wird mit der Zeit dunkel und grau. Ein Anstrich bringt Farbe ans Haus und schützt vor dem Alterungsprozess. Allerdings muss man sich beim jeweiligen Bauamt erkundigen, ob bestimmte Vorschriften für das Material und den Farbton der Fassade bestehen. Der Anstrich muss nach einigen Jahren, je nach verwendeten Material, erneuert werden. Die Lichtverhältnisse können für die Farbwahl eine Orientierung bieten. Wenn die Sonne nur kurz am Morgen auf die Seite scheint, herrscht den Rest des Tages kaltes blaues Licht vor und ein Anstrich in warmen Tönen wie Orange, Rot oder Gelb kann der Fassade Charme verleihen. Wird die Fassade bis zum frühen Nachmittag beschienen, können auch Blau und Grün einen Akzent setzen, allerdings wird Grün in der Abendsonne zu einem Grauton. Wenn es im Garten um das Haus stark grünt, ist Beige eine Alternative. Bei der Farbe sollte auf lösungsmittelhaltige Produkte verzichtet werden, denn das schont Gesundheit und Umwelt. Lösungsmittelfreie Produkte können am blauen Umweltengel auf der Dose identifiziert werden. Werden Lasuren eingesetzt, dann müssen dies bei Holzfassaden Dickschichtlasuren sein, da diese einen Schutzfilm bilden. Allerdings muss das Holz vorher bearbeitet werden. Lacke schützen das Holz länger, wenn auf eine fachgerechte Grundierung geachtet wird. Die Lacke müssen dabei dehnungsfähig sein. Bei einem erneuten Anstrich ist es notwendig, die alten Farbreste zu entfernen und den Untergrund trocken zu halten.

Holzschutzmittel

Holzschutzmittel beinhalten neben Lösungsmitteln so genannte Biozide, die das Holz vor Schädigungen durch Insekten und Pilzen schützen, aber auch hochgiftig sein können und Mensch sowie Umwelt belasten. Da es nach wie vor keine Zulassungspflicht für Holzschutzmittel gibt, rät beispielsweise das Bundesumweltministerium auf Holzschutzmittel in geschlossenen Räumen zu verzichten. Bei einer durchschnittlichen Zimmertemperatur von 19 bis 21 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von unter 70 Prozent ist ein Befall von Schädlingen unwahrscheinlich. Bei nichttragenden Bauteilen wie Vertäfelungen, Fassadenverkleidungen, Fenstern und Türen ist der Einsatz von chemischen Holzschutzmitteln nicht nötig. Zur optischen Verschönerung und zum Schutz des Holzes vor Verschmutzung können auch weniger giftige Mittel wie Wachse, Lasuren oder Lacke genutzt werden. Wird im Außenbereich Holzschutzmittel verwendet, sollte auf geprüfte Produkte zurückgegriffen werden. Hier bietet die Gütegemeinschaft Holzschutzmittel e.V. ein amtlich geprüftes RAL-Gütezeichen an. Diese Produkte sind nach heutigem Kenntnisstand - bei fachgerechter Benutzung - wirksam sowie ökologisch und gesundheitlich nicht bedenklich.

Für tragende Holzteile wie beispielsweise Dachstühle, Decken und Balken ist der Einsatz von Holzschutzmitteln nach bautechnischen Vorschriften geregelt. Wenn chemische Holzschutzmittel für tragende Holzteile vorgeschrieben sind, müssen sie vom Deutschen Institut für Bautechnik zugelassen und mit einem Prüfzeichen gekennzeichnet sein.

Lasuren

Lasuren entwickeln sich mehr und mehr zur Alternative konventioneller Farben und Lacke. Im Gegensatz zu diesen haben Lasuren definitionsgemäß einen geringen Anteil von Farbpigmenten. Wird damit eine Oberfläche bestrichen, dann wird diese nicht deckend gefärbt, sondern nur getönt. Die charakteristische Oberflächenstruktur des Untergrunds bleibt also erhalten. Auf Holz sorgen Lasuren durch den geringen Anteil an Bindemitteln außerdem dafür, dass das Material offenporig bleibt.

Verschiedene Lasurtechniken bieten dabei gestalterische Freiheit: Die Wischtechnik macht es beispielsweise möglich, dass eine Tiefenwirkung erzeugt wird, und Wände dadurch weniger beengend wirken. Das natürlich und organisch anmutende Muster entfaltet dabei eine Atmosphäre, die sich je nach Farbwahl sogar positiv auf Wohlbe-finden, Konzentration und andere Eigenschaften auswirken kann.

Wer eine diese Wirkung gleich noch mit Umwelt- und Allergikerverträglichkeit kombiniert wissen will, der kann bei der Suche nach Lasuren auf das Sortiment von Naturfarbenherstellern wie Holzweg, Auro oder Kreidezeit zurückgreifen.

Luftdichtheitsmessung

oder auch „Blower-Door“ Messverfahren genannt, ist eine Möglichkeit Undichtheiten in der Gebäudehülle zu lokalisieren und damit Planungs- und Ausführungsqualität der Luftdichtheitsschicht zu überprüfen. Die Messung hinterlässt keinerlei Schäden am oder im Haus, ist also völlig zerstörungsfrei. Das „Blower-Door“ Verfahren beruht auf der Erzeugung einer künstlichen Druckdifferenz zwischen Umgebung und Gebäudeinnerem. Dies geschieht mittels eines stufenlos regulierbaren Ventilators. Die übliche Druckdifferenz beträgt 50 Pascal Mit Hilfe verschiedener Kenngrößen, z.B. den n50-Wert, wird die Dichtheit eines Gebäudes ausgedrückt. Für die Abmessung wird der gesamte beheizte/belüftete Teil des Gebäudes auf Luftdurchlässigkeit untersucht. Dabei betrachtet man den zu beheizenden/belüftenden Teil als eine Zone. Türen, die zu diesen Räumen führen, sind für die Dauer der Messung geöffnet.

Bei der Durchführung der Messung wird vom Messteam ein elektrisch betriebenes Gebläse mit flexiblem Rahmen in den Rahmen einer geöffneten Außentür, also Haus-, Wohneingangs-, Balkon-, oder Terrassentür, eingespannt. Mit dem Gebläse wird Unterdruck bzw. Überdruck im Gebäude erzeugt. Somit wird die Luftmenge bestimmt, die bei verschiedenen Druckdifferenzen zwischen innen und außen durch die Undichtheiten der Gebäudehülle strömt.

Die Messwerte werden entsprechend internationalen Normen dargestellt als Luftwechselrate [1/h] bei einer Druckdifferenz von 50 Pascal (n50). Der n50-Wert gibt die Luftwechselrate bei 50 Pascal Druckdifferenz an, dass heißt wie oft das gesamte Gebäudevolumen pro Stunde ausgetauscht wird. Je kleiner dieser Wert ist, umso dichter ist das Gebäude. Bei Gebäuden mit einer kontrollierten Belüftung sollte das Luftvolumen nicht häufiger als 1,5-mal pro Stunde ausgetauscht werden (n50=1,5). Somit ist sichergestellt, dass die Lüftungsanlage optimale Arbeitsbedingungen hat. Bei einem Gebäude mit Fensterlüftung sollte dieser Wert nicht größer als 3 sein (n50=3).

Warum man die „Blower-Door“ -Messung durchführen, bzw. ein „dichtes“ Haus bauen sollte, ist leicht zu beantworten. Ein „dichtes“ Haus schafft Behaglichkeit, vermeidet Zugluft, schützt vor Bauschäden, lässt die Wärmedämmung funktionieren, entspricht den Vorschriften der Energie-Einspar-Verordnung und letztendlich spart man wichtige Heizenergie und entlastet somit die Umwelt.

Mondphasenfällung

Eine spezielle Variante des Bau- und Möbelholzes ist so genanntes Mondholz. Mondholz wird in einer bestimmten Mondphase im Winter vor Neumond geschlagen. Verschiedene Bauernregeln geben Auskunft über den besten Monat für das Schlagen des Holzes, allerdings weichen diese Angaben im Einzelnen voneinander ab (zwischen Dezember und März). Das Holz soll nach der Mondphasenfällung bessere Eigenschaften aufweisen, beispielsweise soll es fester, langlebiger und widerstandsfähiger gegen Schädlinge sein. In den Wintermonaten ist der Fasersättigungspunkt für die Wasseraufnahme durch die Zellwand am tiefsten und das wirkt sich positiv auf den Trocknungsvorgang aus. Die bessere Trocknung bedeutet auch Energieeinsparung und das Erreichen von Schädlingsresistenzen mindert die Verwendung von problematischen Schutzmitteln und Bioziden oder kann den Einsatz ganz vermeiden. Allerdings sind die positiven Eigenschaften von Mondholz nicht einwandfrei nachgewiesen. Untersuchungen prüfen aber, die über Jahrhunderte überlieferte Tradition des Bäumeschlagens.

Naturbaustoffe

Bei einem Hausbau, kommen häufig giftige Substanzen zum Einsatz. Diese können beispielsweise Allergien, Kopfschmerzen, Reiz- oder Schlafstörungen bei den Bewohner/innen auslösen. Wohnen in belasteter Raumluft kann also krank machen. Deswegen ist es wichtig, möglichst schon beim Bauen unbelastete Stoffe zu verwenden. Ein weiterer Vorteil ist die geringere Schädigung der Umwelt, denn durch Verbrennen von giftigen Baustoffen werden die Atmosphäre und die Ozonschicht geschädigt. Ebenso die Produktion gestaltet sich durch einen geringen Energieaufwand der Umwelt zuträglich. Mit umweltfreundlichen Konsumverhalten kann hier jeder Einzelne etwas zum Einsparen der giftigen Materialien tun. Die Natur bietet eine Vielzahl von natürlichen Baustoffen, die keine schädigende Wirkung haben und das Ökosystem nicht gefährden.

Diese so genannten Naturbaustoffe sind definitionsgemäß jene Materialien, die den Anforderungen der „Baubiologie“ - der Lehre der ganzheitlichen Beziehung zwischen dem Menschen und der von ihm bebauten Umwelt - entsprechen.

Naturbaustoffe werden zum Beispiel von der Schweizer Haga AG hergestellt und auch an deutsche Partner vertrieben. Die Haga AG produziert seit 1953 Naturbaustoffe, die wertbeständig und gesund sind sowie positiv altern. Es werden ausschließlich umweltverträgliche Materialien ohne synthetische Zusätze verwendet.

Naturgärten

Englischer Rasen, Stechfichten oder exotische Gewächse sind ihm fremd. Stattdessen hat ein Naturgarten das zu bieten, was Schmetterlinge anzieht und Bienen summen lässt. Darunter fallen etwa 1000 heimische Pflanzenarten, die sich für eine naturnahe Gartengestaltung eignen. Naturgärtner sind bemüht, heimische Wildformen zu kultivieren. Dabei muss man sich bewusst machen, dass mit jeder neuen Wildpflanze etwas zehn Tierarten in den Garten kommen.

Daneben ist Wasser ein wichtiges Element eines Naturgartens, ob in Form eines Teiches oder Tümpels. Mit ebenfalls heimischen Sumpf- und Wasserpflanzen angereichert, wird es nicht lange bis dauern und das Gartengewässer ist bevölkert. Erst kommen die Libellen, vielleicht auch später Frösche und Molche.

Steine, Schotter, Sand und Kies sollten auch zu einem naturnahen Garten gehören. Gerade in deren Bereichen entwickeln sich faszinierende Plätze, die sich durch eine Vielzahl von Blüten auszeichnen.

Ein naturnaher Garten zeichnet sich mitunter durch folgende Merkmale aus:

- Verwendung und Begrünung von unkrautfreien Rohboden.
- Oberboden wird nur ausnahmsweise verwendet. Dadurch nährstoffarme (magere) Flächen.
- Bodenverbesserung mit lokalem Kompost.
- Sand und Kies werden besonders gern begrünt.
- Stark modelliertes Gelände.
- Wiederverwendung gebrauchter Baustoffe (Bauschutt, Betonabbruch, Aushub vom Gelände).
- Bei der Gestaltung überwiegen natürliche runde organische Formen.
- Kleinmöglichste Versiegelung.
- Ritzenvegetation erwünscht.
- Entwässerung über Oberflächenversickerung oder in Wasserspielgelände oder Naturteiche.
- Unstarre Randbestigung (Kies, Schotter).
- Wildsträucherhecken und Wildblumensäume.
- Besiedlung ausdrücklich erwünscht (z.B. Pflaster, Trockenmauern, Wegränder).
- Artenvielfalt. Differenzierte Pflanzenauswahl für viele Standorte.
- Pflanzabstände variabel.
- Kein Schwerpunkt. Gehölze, Bäume, Stauden, Zwiebeln und Einjährige sind gleichwertig.
- Artenreiche Blumenrasen oder Blumenwiesen.
- Giftpflanzen als umwelterzieherischer Auftrag. Einschränkung nur bei Kleinkindern.
- Dornen- und Stachelsträucher bewusst als Abgrenzung.
- Standortgerechte Pflanzenwahl, nährstoffarme Böden und unkrautfreie Böden erfordern wenig Pflege.
- Pflege ermöglicht natürliche Pflanzendynamik.

Natürlich Dämmen [Neues Förderprogramm]

Da sich in den vergangenen Jahren die Nachfrage von ökologischen Baustoffen erhöht hat, führte dies dazu, dass zahlreiche natürliche Materialien entwickelt und verbessert wurden. Bis vor nicht allzu langer Zeit wurden Dämmstoffe in Deutschland aus fossilen Rohstoffen hergestellt. Doch Dämmstoffe aus nachwachsenden Roh-stoffen zählen mittlerweile zu den wichtigsten Naturprodukten beim Hausbau. Sie garantieren ein angenehmes Wohnklima, minimieren gesundheitliche Risiken und schonen wertvolle fossile Ressourcen, da sie aus Holzfasern, Hanf, Flachs, Stroh, Schilf, Zellulose oder Schafwolle hergestellt werden. Die natürlichen Faserstrukturen nehmen Feuchtigkeit auf, speichern sie und geben sie wieder ab – das Haus kann also „atmen“.

Um die Markteinführung zu erleichtern, hat das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) ein Förderprogramm entwickelt, dass Verbraucher im Erwerb der Dämmstoffe für Neubauten oder Sa-nierungen finanziell unterstützt. Das Förderprogramm ist Personengruppen unabhängig, einzige Vorraussetzung ist ein Wohnsitz in Deutschland. In zwei Produktkategorien wird einmal ein Zuschuss von 40 Euro pro Kubikmeter, und von 30 Euro pro Kubikmeter gewährt. Nicht gefördert werden Kleinstmengen von unter fünf Kubikmetern.

Natürliche Oberflächenbehandlung Imprägnierungen, Lacke, Lasuren und Wachsbalsame

Eine möglichst naturbelassene Oberflächenbehandlung bei Vollholzmöbeln, Arbeitsplatten und sonstigen Werkstoffen aus Holz, aber auch bei Korkfußböden oder unglasierten Tonfliesen ist schon seit langem im Trend. Zahlreiche Gründe sprechen dafür, um beispielsweise Schadstoffbelastungen im Haus oder der Wohnung zu vermeiden, die durch Lacke und Farben entstehen können, denn Gefahren lauern in vielen Anstreichmitteln.

Jedoch ist es notwendig, Holzoberflächen je nach Verwendung, wie zum Beispiel Fußböden, Arbeitsplatten oder Esstische sowie Kork- und Tonfliesen zu behandeln. Ebenso soll die Lust auch Möbelstücke farblich verändern zu können, gestillt werden.

Eine Oberflächenbehandlung nach ökologischen Anforderungen bieten diverse Möglichkeiten. Allgemein wird unterschieden zwischen einer offenporigen Oberflä-chenbehandlung durch Wachse und Lasuren und filmbildenden Anstrichen mit Klar- und Decklacken.

Den offenporigen Systemen (der Wachsbehandlung) wird im Innenbereich meist der Vortritt gegeben, denn sie besitzen neben ihren guten technischen Eigenschaften ein wichtiges Merkmal: Die Oberfläche ist besonders tastsymphatisch. Das Holz bleibt in seiner ureigensten Beschaffenheit erhalten.

Was die technischen Eigenschaften von Naturfarben angeht, so tragen sie ins-besondere zur Verbesserung des Raumklimas bei. Bei den Wachsen und Lasuren bleibt die Atmungsaktivität (auch Sorptionsfähigkeit genannt) des Holzes erhalten. Kurzfristig höhere Raumluftfeuchtigkeit kann vom Holz zum Teil aufgenommen und später wieder abgegeben werden. Bei Lacken ist vor allem die hohe Elastizität vorteilhaft, denn dadurch werden Lackabsplitterungen vermieden (bei Kunstharzen vor allem bei Ecken und Kanten bekannt). Außerdem verhindern Naturfarben elektrostatische Aufladungen.

Naturteppiche

Bei der Entscheidung über einen Bodenbelag für die eigene Wohnung gibt es viele Möglichkeiten, eine davon ist der Naturteppich. Naturfaserteppiche können aus pflanzlichen Stoffen wie Kokos, Hanf, Jute, Baumwolle, Flachs oder Sisal bestehen, aber auch aus tierischen Fasern sowohl aus Wolle oder Haaren. Schurwolle eignet sich besonders für die Wärmeisolierung, die Schurwollebodenbeläge sind weiterhin schmutzabweisend, weich, schwer entflammbar und bio-logisch abbaubar. Allerdings sind nur Bodenbeläge, die mit dem Wollsiegel „Reine Schurwolle“ gekennzeichnet sind, tatsächlich aus Wolle, die ebenfalls vom lebenden Schaf geschoren ist.

Kokos und Sisal sind ebenso Stoffe mit denen strapazierbare Teppiche hergestellt werden können. Die Stoffe wirken sich positiv auf die Raumfeuchtigkeit aus, da sie Feuchtigkeit in die Hohlfaser aufnehmen können, sie verrotten aber nicht und sind unempfindlich gegenüber Pilzen. Es besteht hingegen die Möglichkeit, dass vor allem bei Kokos eine hohe Pestizidbelastung vorliegt. Beim Kauf sollte daher auf schadstoffgeprüfte Ware geachtet werden. Kokosteppiche eignen sich für Allergiker, da die Fasern den Staub binden und er nicht so leicht aufgewirbelt wird. Da die Oberfläche geglättet ist, lässt sich der Kokosteppich gut reinigen.

Passive Solarnutzung

An warmen Frühlingstagen lässt sich die Sonne schon im eigenen Garten oder auf der Terrasse genießen. Dazu müssen nur noch bequeme Gartenmöbel her. Als besonders umweltfreundlich gelten Holzmöbel, doch sollte beim Kauf von Holzmöbeln drauf geachtet werden, dass sie nicht aus Tropenhölzern bestehen. Obwohl beispielsweise Gartenmöbel aus Teak begehrt zu sein scheinen. Geworben wird oft mit der Herkunft aus umweltfreundlichem Plantagenbau. Aber auch für die Plantagen werden zunächst unberührte Urwälder gerodet und die angepflanzten Monokulturen mit Pestiziden behandelt. Wer Stühle, Tische und Bänke oder Hängematten aus Holz kauft, sollte auf das Siegel FSC (Forest Stewardship Council) achten. Das Siegel garantiert, dass das verwendete Holz aus umwelt- und sozialverträglicher Waldwirtschaft stammt und für die Produktion des Möbelstücks keine Wälder gerodet oder Tropenwälder vernichtet wurden. Ökologisch am sinnvollsten sind Gartenmöbel aus heimischen Hölzern, wie zum Beispiel Buche, Kiefer oder Lärche mit FSC-Logo. Zudem sind die Transportwege und der damit verbundene Schadstoffausstoß bei heimischen Hölzern wesentlich geringer als beim Import von Tropenhölzern.

Bei Holzmöbeln kommt es nach dem Kauf auf die richtige Pflege an, denn Hölzer wie Buche, Eiche, Kiefer und Lärche sind ohne Behandlung nicht wetterfest, auch sollten sie nicht in einer Wasserpfütze stehen. Gartenmöbel aus Holz vertragen kaum ständige Feuchtigkeit und sollten daher mit natürlichen Ölen und Wachse widerstandsfähiger gemacht werden. So können sie jedem Wetter widerstehen und sind besonders strapazierfähig. Unbehandelte Möbel sollten dagegen weder über Nacht noch bei Regen im Freien stehen bleiben.

Passivhäuser

Ein Haus, das ohne ein separates Heizsystem auskommt nennt man Passivhaus. Das Passivhaus-Institut (Physiker, Bau- und Maschinenbau-Ingenieure, Mathematiker und Umwelttechniker arbeiten hier an Forschung und Entwicklung im Bereich der Energienutzung) gibt an, dass solch ein Gebäude im Vergleich zum Niedrigenergiehaus 80 Prozent und gegenüber einem konventionellen Haus bis zu 90 Prozent weniger Heizenergie benötigt. Der maximale Heizwärmebedarf darf in einem Passivhaus laut Angaben des Instituts bei höchstens 15 Kilowattstunde pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr liegen.

Das Konzept des Passivhauses fußt auf den Prinzipien der Verhinderung von Wärmeverlusten und der verbesserten Nutzung von vorhandener Wärme. Die Außenwände zeichnen sich durch eine besondere Dämmstärke aus und die Fenster sind mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung ausgestattet. Ein Lüftungssystem sorgt für frische Luft in den Räumen, über ein Wärmerückgewinnungssystem kann diese Luft bereits erwärmt werden. Vor allem die Sonne wird als Ersatzheizung genutzt. Große Fensterfronten oder Wintergärten helfen dabei eine angenehme Raumtemperatur, auch ohne separates Heizsystem, zu erhalten. Vor zu heißen Räumen im Sommer schützen Jalousien oder die richtige Bepflanzung, um Schatten zu erhalten. Weitere Wärmequellen sind die im Haushalt lebenden Personen selbst sowie Haushaltsgeräte, die Wärme abstrahlen. Der Einsatz von Strom sparenden Haushaltsgeräten sollte in einem Passivhaus selbstverständlich sein. Die Warmwasserversorgung wird durch Solarkollektoren oder Wärmepumpen gewährleistet.

Der Bau eines Passivhauses ist zunächst teuer als ein konventioneller Neubau. Dabei sind unterschiedliche regionale Fördermöglichkeiten zu beachten, die die Mehrkosten reduzieren helfen. Darüber hinaus sind nach der Fertigstellung die Energiekosten nur noch ein geringer Posten an laufender Kosten.

Photovoltaik

Die Erzeugung von elektrischer Energie aus Sonnenlicht gehört heute vielerorts schon zum Alltag. Aus ökologischer Sicht bietet die Gewinnung von Solarenergie gleich mehrere Vorteile: Zum einen zählt sie zu den erneuerbaren Energien und hebt sich damit von den fossilen Energien durch Nachhaltigkeit ab. Zum anderen geschieht die Erzeugung der Energie völlig emissionsfrei. Auch gegenüber Wind- und Wasserkraft bietet die Photovoltaik Vorteile: Die Energiegewinnung läuft völlig bewegungs- und geräuschlos ab. Dadurch wird das persönliche Wohlbefinden nicht beeinflusst, was die Sonnenenergie vor allem auch für private Haushalte attraktiv macht.

Auch der Geldbeutel wird geschont: Denn die Unabhängigkeit von Energiekonzernen spart langfristig bare Münze. Um auch die letzten Bedenken aus der Welt zu schaffen, gibt es für die Anschaffung von Photovoltaik-Anlagen diverse finanzielle Anreize von staatlicher Seite.

Richtige Luftdichtung

Eine gute Luftdichtung kann einige Probleme am eigenen Haus vermeiden. Beispielsweise können massive Bauschäden durch Luftundichtheiten entstehen, denn mit der Luft dringt Feuchtigkeit in die Dämmung, was Schimmel- und Fäulnisschäden zur Folge haben kann. Außerdem trocknet die Raumluft aus, wenn kalte Luft durch die Dämmung in den Innenraum gelangt, da kalte Luft weniger Wasser aufnehmen kann als warme Luft. Befeuchtungsgeräte können nur begrenzt den Feuchtigkeitsmangel ausgleichen. Die Heizkosten steigen außerdem stark an, was bei hohen Heizöl- und Gaspreisen einen besonders hohen Kostenfaktor darstellt. Daraus resultiert ebenfalls eine erhöhte CO²-Emission. Im Sommer wirkt sich das Eindringen von warmer Luft in die Dämmung ebenfalls negativ aus, denn die Wärme erhitzt die Wohnräume schneller. Bei unzureichender Luftdichtung gelangt die Wärme in den Dämmstoff und reduziert die Dämmschichtdicke und die so genannte Phasenverschiebung wird kürzer. Die Phasenverschiebung beschreibt die Zeit, die die Wärme braucht, um von der Unterseite der Dachziegel in den Innenraum zu gelangen. Eine gute Luftdichtung kann also Kosten minimieren und Schäden verhindern. Um eine ausreichende Luftdichtung zu gewährleisten, ist es sinnvoll, eine so genannte Dampfbremse und keine Dampfsperre einzusetzen. Eine Dampfbremse ist eine Pappe oder Folie, die beispielsweise bereits eingetretene Feuchtigkeit wieder herauslässt. Eine Dampfsperre hingegen kann sich zum Negativen wandeln, wenn sich durch fehlerhafte Verarbeitung oder aus Altersgründen Lücken ergeben. Dann kann Feuchtigkeit eindringen, aber bei der Sperrvariante nicht mehr heraus gelangen. Beim Hausbau muss vor allem beim Dach Luftdichtheit hergestellt werden. Das Mauerwerk ist meist durch beidseitiges Verputzen luftdicht.

Richtiges Lüften

Das richtige Lüften von Räumen ist gar nicht so einfach, um nasse Fenster oder sogar Schimmel zu vermeiden. Schließlich entsteht beim Duschen, Kochen und Waschen Luftfeuchtigkeit, die nach draußen entweichen muss. Wer in einem älteren, nicht gut gedämmten Gebäude wohnt, kann noch durch Fugen und Ritzen einen gewissen Grad an Raumluft erneuern. In gut gedämmten Häusern gelangt dagegen keine Luft durch irgendwelche Hausspalten.

Energiesparhäuser bedürfen einer ordentlichen Lüftungsanlage, die ein angenehmes Raumklima, Zufuhr von Frischluft und Restwärmenutzung der Abluft regelt.

Alle, die keine dieser Anlagen haben, müssen selbst für frische Luft sorgen, ohne die Heizkosten in die Höhe zu treiben.

Folgende Tipps fürs richtige Lüften
- Möglichst viermal täglich für fünf Minuten „Durchzug“ machen, dabei das Heizungsventil möglichst schließen. Bei guter Witterung ruhig länger und öfter lüften.
- Kippfenster während der Heizperiode vermeiden. Diese Variante eignet sich generell nicht für Effektives Lüften.
- Wasserdampfmengen müssen unbedingt nach draußen entweichen.
- Weniger oder gar nicht beheizte Räume geschlossen halten. Generell sollten stark unterschiedliche Raumtemperaturen vermieden werden.
- Große Möbelstücke mit etwa fünf Zentimeter Abstand zur Außenwand stellen, damit Luft an die Wand kommen kann.

Wer es genau wissen will, kann die relative Feuchte der Raumluft mit einem Hygrometer messen. Optimal sind Werte zwischen 40 und 60 Prozent.

Schimmelpilze in Innenräumen

Die Sporen von Schimmelpilzen sind fast überall zu finden, auch in Innenräumen. Übersteigt die Konzentration aber ein gewisses Maß, können Schimmelpilze gesundheitliche Probleme verursachen. Zum Wachsen benötigen Schimmelpilze feuchte Stellen. Feuchtigkeit entsteht durch Mängel am Gebäude, zum Beispiel durch Risse im Mauerwerk, beschädigte Dächer, kalte Wände infolge von Dämmungsmängeln, aber ebenso durch Wasserrohrbrüche oder Überschwemmungen. Feuchtigkeit wird auch durch das Verhalten der Bewohner/innen beeinflusst. Unzureichendes Belüften kann beispielsweise dazu beitragen. Mehrfaches Stoßlüften im Laufe des Tages ist daher sinnvoll. Bemerkbar machen sich Schimmelpilze in Innenräumen durch schwarze oder gelbe Flecken. Sie können auf ganz unterschiedlichen Materialen entstehen, wie zum Beispiel Holz, Tapeten, Leder, aber auch Teppichböden oder Kunststoffe sind vor Schimmelbildung nicht sicher. Studien belegen einen Zusammenhang zwischen Schimmelpilzen und Atemwegserkrankungen oder allergischen Reaktionen. Weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen sind möglich. Das Bundesumweltamt schreibt allerdings, dass es noch keine Erkenntnisse darüber gibt, ab welcher Konzentration die Gesundheitsprobleme auftreten können. In jedem Fall sollten Schimmelpilze möglichst vermieden oder, wenn es bereits zu spät ist, entfernt werden. Zunächst steht die Suche nach der Ursache an, um erneuten Schimmelpilzbefall zu vermeiden. Empfohlen wird eine fachliche Beratung; kleinere unproblematische Stellen können aber durchaus in Eigenleistung durchgeführt werden. Bei glatten Oberflächen (Metall, Keramik, Glas) kann eine Entfernung mit Wasser und normalem Haushaltsreiniger erfolgen. Tapeten, Gipskartonplatten, Mauerwerk oder Deckenverschalungen können kaum oder gar nicht gereinigt werden, da das Schimmelpilzwachstum auch bis in tiefere Materialschichten eingedrungen sein kann. Befallene Gipskartonplatten oder leichte Trennwände sollten daher ausgebaut werden. Auf nicht ausbaubaren Baustoffen muss sichergestellt werden, dass Schimmelpilze vollständig entfernt werden. Bei Holz ist zwischen einem oberflächlichen Befall und einem Befall mit starker Sporenbildung zu unterscheiden. Stark befallenes Holz sollte entfernt werden, bei oberflächlichem Schaden kann durch Abschleifen der Schimmelpilz entfernt werden.

Sommerlicher Wärmeschutz

Im Winter ist es wichtig, die Wärme im Gebäude zu behalten und im Sommer hingegen soll sie draußen bleiben. Für Letzteres ergeben sich einige Möglichkeiten, um dies zu erreichen.

Die hohe Raumtemperatur entsteht durch Sonneneinstrahlung, die durch Fenster, Wände und Dächer Einfluss auf das Raumklima nimmt. Mit Hilfe von Sonnenschutzverglasung kann der Energiedurchfluss durch die direkte Sonneneinstrahlung verringert werden. Des Weiteren können Jalousien und Markisen einen Sonnenschutz bieten. Es bietet sich an, den Sonnenschutz außen anzubringen, da ansonsten die Wärme trotzdem in die Räume eindringen kann. Mit Hilfe der Durchlüftung in der Nacht können die Speicher wieder entleert werden. Dabei sollte die Lüftung mindestens zwei Stunden andauern. Wenn große Fensterfronten das Haus bestimmen, ist der Wunsch nach viel Tageslicht zwar erfüllt, aber im Sommer kann das Haus leicht zu einem unangenehmen Backofen werden. Seit 2002 ist in der Energiesparverordnung festgelegt, dass ein Nachweis sommerlichen Wärmeschutzes vorgelegt werden muss, wenn der Fensterflächenanteil mehr als 30 Prozent des Gebäudes einnimmt.

Ein wichtiger Punkt ist die Dämmung des Gebäudes, denn diese sorgt im Winter dafür, dass die Wärme nicht so schnell entweicht und im Sommer die Wärme draußen bleibt. Die Wärme wandert mit guter Dämmung langsamer von außen nach innen. Wärmespeichernde Dämmstoffe können beispielsweise die Wärme in zeitlicher Verzögerung in den Raum abgegeben, so dass die Mittagshitze erst in den Abendstunden in den Wohnraum gelangt. Anschließend kann gelüftet werden, da die Außentemperatur bereits niedriger ist.

Standortwahl

Die Wahl eines günstigen Standorts für das eigene Zuhause führt zu Einsparungen der zukünftigen Energiekosten. Bei Hanglage eines Grundstücks sind Südhänge den Nordhängen vorzuziehen, da die Sonne hier auch im Winter häufiger und mit mehr Intensität scheint. Es können somit höhere Energiegewinne aus Solaranlgen erzielt werden. In Mulden bildet sich oft ein sogenannter Kaltluftsee, wodurch der Energiebedarf erhöht wird. Ein Haus auf freien Hügeln ist dem Wind ungeschützt ausgesetzt, der dem Gebäude viel Energie entzieht. Am förderlichsten ist dahereine Lage, die durch die Geländeform eine Art Schutz bietet, beispielweise durch Bäume, andere Gebäude oder einem Hang; Sonneneinstrahlung sollte aber noch möglich sein.

Ist es nicht praktikabel einen in diesem Sinne günstigen Standort zu erhalten, kann trotzdem beispielsweise ein Passivhaus gebaut werden, um die erhöhten Energieverluste auszugleichen.

Die Überprüfung des Bodens sollte Klarheit über eventuelle Verunreinigungen und geopathologische Einflüsse schaffen, um spätere gesundheitliche Probleme auszuschließen. Zusätzlich sind auch Überlegungen zur Infrastruktur sinnvoll. Können die Kinder zum Beispiel ohne Auto zur Schule oder in den Kindergarten gelangen, sind Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Ärzte gut zu erreichen, denn auch so können Energiekosten eingespart werden. Andere Gesichtspunkte sind Überlegungen zur Lärmbelästigung oder Elektrosmogbelastung durch Strommasten oder Antennen der Mobilfunkanbieter.

Strahlungswärme

Strahlungswärme ist vor allem eines: alltäglich. Ob Sonnenstrahlen oder Feuer, stets ist es die ausgestrahlte Energie, die für Wärme sorgt. Dies kann man sich natürlich auch im Haus zunutze machen. Während allerdings Kamine und Öfen nach und nach durch die praktischeren Konvektionsheizungen ersetzt wurden, finden sich heute wie-der verstärkt Flächenheizungen auf dem Markt, welche Strahlungsenergie nutzen.

Die Gründe dafür sind nachvollziehbar: Die unmittelbar ausgestrahlte Wärme wird als angenehmer empfunden, vor allem aber sind geringere Temperaturen notwendig, um dieses behagliche Gefühl zu schaffen. Außerdem wird weniger Luftsauerstoff verbraucht, was dem Klima des Raumes zuträglich ist.

Ein weiterer Vorteil besteht in der vergleichsweise geringen Luftbewegung durch Strahlungswärme. Staubverwirbelungen und –transport fallen dadurch im Gegensatz zur üblichen Konvektionsheizung gering aus. Zu guter Letzt werden Flächen temperiert, was Schimmelpilzen, Bakterien und Milben die Lebensgrundlage entzieht.

Strohballenbau

Mit dem Strohballen wurde ein alter Baustoff neu entdeckt. Denn mit Strohballen lassen sich gut gedämmte, umweltfreundliche Gebäude errichten. In Deutschland noch eher unbekannt, wird die Bauweise in anderen Ländern bereits häufiger genutzt. Die Idee stammt aus den USA, wo bereits im 19. Jahrhundert mit der Erfindung der dampfbetriebenen Strohballenpresse erste Häuser aus Strohballen entstanden. Einen erneuten Aufschwung erfuhr die Strohbauweise in den 1970er Jahren, wieder in den USA. Mittlerweile ist der Strohballenbau in Europa angekommen und auch in Deutschland werden die Strohballen immer mehr beim Hausbau eingesetzt, so entstand beispielsweise 2002 in der Rhön in Wargolshausen (Landkreis Rhön-Grabfeld) mit 400 Quadratmeter Nutzfläche eins der größten in Deutschland gebauten Strohballenhäuser.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Strohballenhäuser zu bauen. Zum einen handelt es sich um eine lasttragende Bauweise, zum anderen um Nicht-lasttragende Baumöglichkeiten. In Europa wird hauptsächlich eine Mischung aus Strohballen und tragenden Holzkonstruktionen genutzt und nicht die traditionelle lasttragende Strohballenbauart. Laut dem Fachverband Strohballenbau Deutschland e.V. ist es bei viel Eigenleistung und optimalen Bedingungen möglich nahe dem Materialpreis der Baustoffe, etwa 500 Euro pro Quadratmeter, zu bauen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Strohballen zwar sehr günstig sind, aber die Herstellung gegenüber industriellen Baustoffen wie Dämmfilzmatten und Holzwerkstoffplatten zeitaufwendig ist. Die bisherigen Erfahrungen, so der Fachverband auf seiner Homepage, zeigen, dass sich ein fachkundig erbautes Haus auch unter baubiologischen Kriterien bewährt. Insbesondere wenn die sichtbaren Wandflächen nachher konsequent mit natürlichen Putzen, zum Beispiel aus Lehm, überzogen werden, entsteht ein gesundes Raumklima und die positiven Eigenschaften des Strohs kommen voll zum Tragen.

Weitere Informationen zum Thema gibt es unter: www.fasba.de. Dort wird vor allem auch auf die Problematik der Baugenehmigungen hingewiesen und Sicherheitstipps gegeben. Außerdem werden Seminare zum Strohballenbau angeboten.

Terracotta

Fliesen haben in den letzten Jahren einen Weg aus deutschen Küchen und Bädern auch in den Rest des Wohnbereichs gefunden, denn sie sind besonders langlebig, pflegeleicht und hygienisch. Naturstein und Keramik sind dabei voll im Trend. Ein besonders schönes Exemplar in Sachen Naturstein ist Terracotta. Ursprünglich ist damit die toskanische Keramik gemeint, die aus der Region Impruneta südlich von Florenz kommt. Geschützt ist diese Bezeichnung nicht. Daher kommt Terracotta oft auch aus anderen Ländern, wobei Cotto - ein 100-prozentiges Öko-Produkt, das den Urelementen Erde, Feuer und Wasser unterliegt - Terracotta meint, das italienischer Herkunft ist.
Die offenporige, unglasierte, hellgelbe bis dunkelrote Keramik fühlt sich vergleichsweise warm an, da in den Scherben eingeschlossene Luft die Körperwärme nicht sofort ableitet. Somit eignet sich Terracotta hervorragend für Räume mit Bodenheizung.

Gegen Schmutz wird Terracotta geölt und gewachst. Für Bad und Küche ist sie jedoch auch danach nur bedingt geeignet, weil sie dennoch fleckempfindlich bleibt. Das gilt vor allem für den Kontakt mit Körperpflegemitteln, Säuren und Laugen. Seltener findet sich auch glasierte Ware.

Der Preis für einen Quadratmeter ist relativ breit gestreut von etwa 10 bis weit über 90 Euro.

Thermografie: bunte Bilder – viel Bedeutung

Der Winter ist die Jahreszeit der Bauthermographen:

Denn zum Erspüren von Lücken in der Wärmedämmung benötigt man Temperaturunterschiede. Und daraus werden die mit speziellen Kameras aufgenommen bunten Bilder.

Anhand der Farbabstufung erkennt der Fachmann Fehlstellen und Undichtigkeiten an der Wärmedämmung eines Gebäudes.

Zur Auswertung der Bilder gehört in der Regel auch ein passendes Sanierungskonzept.

Natürlich kann man mit dem Verfahren auch ausgeführte Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüfen.

Urlaub

Die Deutschen sind reisefreudig. Da braucht es keine Statistik, sondern kann jeder schnell beim Umhören im Bekanntenkreis herausfinden. Nicht zuletzt der Klimawandel fordert ein sofortiges Umdenken auch in diesem Bereich. Doch bedeutet dies nicht, keinen Urlaub außerhalb des eigenen Gartens oder Balkons verleben zu dürfen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät allerdings von Kurz-Trips generell ab. Weiterhin sollten Flüge vermieden werden, da es sich hierbei um die schädlichste Form des Reisentransportes für das Klima handelt. Der Zug ist somit für Reisen innerhalb Europas nicht nur dem Flieger, sondern ebenso dem Auto vorzuziehen.

Umweltverträgliches Reisen geht weiter, als die An- und Abreise betreffend. Ferner sollte der Reisende für die Beseitigung seines eigenen Abfalls, wie am Strand, selber zuständig sein. Mit Wasser, insbesondere in trockeneren Gebieten, sollte sparsam und bewusst umgegangen werden, wozu das mehrmalige Benutzen von Handtüchern im Hotel ebenso drunter fällt. Zudem sollte die jeweilige Tierwelt geachtet werden, indem zum Beispiel keine Souvenirs wie aus Elfenbein gekauft oder Foto-Safaris mitgemacht werden, die die Tiere stören. Auch sollte kulturverträglich gereist werden, indem nicht nur die Bräuche und Sitten des jeweiligen Urlaubslandes geachtet werden, sondern unter Umständen das Kennen lernen dieser als integraler Bestandteil eines Urlaubs fungiert.

Am besten ist es noch immer in der näheren Umgebung Ferien zu machen. Wo sich von Osthessen aus betrachtet beispielsweise Rhön oder Edersee anbieten. Wer dann auch noch auf das Auto verzichtet, stattdessen auf Bus, Bahn oder noch besser auf das Fahrrad umschwenkt, kann reinen Gewissens Erholung finden.

Alles in allem gilt auch beim Reisen, wo „öko“ drauf steht, muss nicht zwangsläufig „öko“ bei herauskommen, daher empfiehlt der BUND auf jene Reise-Ökolabels zu achten, die an der europäischen Initiative „VISIT" beteiligt sind.

Wärmedämmung

Mit Hilfe der transparenten Wärmedämmung (TWD), die aus lichtdurchlässigen Materialen mit Waben-, Steg-, Kapillar- oder Kugel-Strukturen bestehen, können Wärmegewinne für den Innenraum erreicht werden. Wärme wird verzögert in den Innenraum weitergeleitet und trägt so zur Heizleistung bei. Nach außen wird die Wärmeabgabe, wie bei der Wand mit konventioneller Dämmung, reduziert. Zusätzlich kommt es aber bei Sonneneinstrahlung zu solaren Gewinnen, ähnlich wie bei Fenstern. Fenster leiten den Wärmeeintrag allerdings sofort in das Gebäude, wodurch es zur Überhitzung kommen kann. Bei TWD-Elementen wird die Wand von außen her erwärmt, der Wärmeeintrag kommt dadurch erst nach Stunden in den Raum. So kann am Abend, wenn die Sonne nicht mehr scheint und die Fenster keine solare Energie liefern, Wärme in die Räume gelangen. Vor Überhitzung der Räume können zusätzlich beispielsweise Jalousien oder andere Schattierungsvorrichtungen schützen. Die Wärmekapazität der Wand bestimmt dabei die zeitliche Verzögerung der Wärmeabgabe an den Raum. Umso massiver der eingesetzte Baustoff von der tragenden Wand, desto besser ist die Wärmekapazität, die erreicht werden kann. TWD-Elemente sind nicht nur etwas für Neubauten, sondern können auch bei Sanierungen eingesetzt werden. Die transparente Wärmedämmung ist allerdings teurer als die konventionelle Dämmung. Energieeinsparung zwischen 50 und 200 kWh/m² können jedoch pro Jahr damit erreicht werden.

Mehr Informationen gibt es zu diesem Thema auch unter www.agoef.de

Wärmeschutzverordnung

Seit dem 1. Februar 2002 wurde die Wärmeschutzverordnung (WSVO) durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) abgelöst, die erstmals die Wärmeschutzverordnung (WSchV) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) vereint wurde.

Zielsetzung und wesentlicher Inhalt ist die Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden und enthält im Wesentlichen Anforderungen hinsichtlich der Ermittlung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Dazu zählen z. B. auch regelmäßige Inspektionen von Klimaanlagen sowie von Heizkesseln in Gebäuden und einer Überprüfung der gesamten Heizungsanlage, wenn deren Kessel älter als 15 Jahre sind.

Zentral ist auch die Einführung eines Energieausweises. Mit der neuen EnEV 2007 wird auch dieser für den Bestand von Wohn- und Nichtwohngebäuden Pflicht. Hausbesitzer müssen nun bei Vermietung oder Verkauf von Immobilien einen Energieausweis vorlegen. Diese müssen „in unabhängiger Weise von qualifizierten und/oder zugelassenen Fachleuten“ ausgestellt werden.

Umzusetzen ist ferner die Pflicht zur Berücksichtigung der technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Einsetzbarkeit alternativer Energieversorgungssysteme von Neubauten mit einer Gesamtnutzfläche von über 1000 m² vor Baubeginn.

Weiches Regenwasser [Bewußter Umgang mit Wasser]

Jeder Tropfen Wasser, den wir nutzen, war einmal Regenwasser. Im Durchschnitt verbraucht ein Bundesbürger 130 Liter Trinkwasser pro Tag. Auch wer sparsamer mit der Ressource umgeht, wie durch Spar-Spülkästen, braucht noch etwa 100 Liter am Tag.

Toiletten, Waschmaschinen und Wasserhähne für den Garten lassen sich jedoch optimal mit Regen- anstatt mit Trinkwasser versorgen. Wer auf Regenwassernutzung zurückgreift, kann bis zu 50 Prozent einsparen – in öffentlichen Gebäuden kann dieser Prozentsatz noch erhöht werden.

Regenwasser hat neben der Trinkwassereinsparung etliche Vorteile, wie eben die Kostensenkung, schonender Umgang mit der Umwelt, weiches Wasser ist gut für die Wäsche sowie das naturgemäße Bewässern dem Garten sichtbar zugute kommt. Dabei müssen sich keine Gedanken über die Hygiene bei der Toilettenspülung oder Waschmaschine gemacht werden, denn das Zisternenwasser ist weitestgehend frei von Bakterien und Keimen, wie auch Untersuchungen der Umweltbehörde Hamburg oder der FH Fulda zeigten. Zudem erfolgt die Reinigung des Regenwassers mehr-stufig, was eine gute Wasserqualität garantiert.
Das Regenwasser wird von der Dachfläche in der Regenrinne gesammelt, über einen Filter gereinigt und in einem Tank gespeichert. Nach Bedarf fördert eine Pumpe das Regenwasser zu den Verbrauchsstellen. Ist der Tank leer, wird automatisch Trinkwasser in das System gespeist, sodass eine zuverlässige Versorgung garantiert wird. Der Tank kann sich entweder in der Erde oder im Innenbereich befinden.

Wie funktioniert ein Solarsystem?

Die Sonne schickt täglich 15.000 mal mehr Energie auf die Erde, als alle Menschen dieser Erde an einem Tag benötigen, mit einem Solarsystem kann man sich dies zu Nutze machen.

Ein Sonnenkollektor fängt die Sonnenstrahlen ein und wandelt sie in Wärme um. Er sollte abgedämmt sein und der Sonnenkollektor wird von einer Flüssigkeit durchströmt, welche Wärme aufnimmt und bei Frost nicht einfriert - eventuell Wasser mit Frostschutzmittel.
Das zweite wichtige Element ist eine Solarkreisstation, daher könnte dieses System auch Solarkreissystem nennen. Die Umwälzpumpe der Solarkreisstation transportiert die Wärme aus dem Kollektor über einen Rohrkreislauf in den Speicher, aber nur wenn die Temperatur im Kollektor höher ist als im Speicher. Dieser Wärmefluss wird von einem eingebauten Solarregler nach dem Matched-Flow-Prinzip gesteuert. Wenn die Sonne stark scheint, lässt er die Pumpe schnell laufen, scheint sie schwach, läuft die Pumpe langsam. Die Solarkreisstation beinhaltet verschiedene Sicher-heitseinrichtungen wie Manometer, Sicherheitsventile, Auffangbehälter und ein Ausdehnungsgefäß.
Weiterhin werden Solarspeicher benötigt, diese nehmen Wärme aus dem Sonnenkollektor auf und bevorraten sie für sonnenarme Tage. Hier wird zwischen zwei Arten von Solarspeichern unterschieden: Solarspeicher die geeignet für die Speicherung von Warmwasser für Küche und Bad sind sowie Kombispeicher, die zusätzlich die Solarwärme für die Heizungsunterstützung nutzen können.

Weiterhin ist eine Nachheizung vonnöten. Sollte die Temperatur im Speicher einmal nicht ausreichen, kann mit dem vorhandenen konventionellen Heizkessel nachgeheizt werden. Hier kann jedes Heizkesselfabrikat für Öl, Gas oder Feststoff an das Solarsystem angeschlossen werden. Wobei hier auch zu beachten sei, das es auch bei „konventionellen“ Geräten zur Wassererhitzung Unterschiede im Grad der jeweiligen Umweltbelastung gibt. Wirken Kollektor, Kreislauf, Speicher und Regler optimal zu-sammen, führt dies auch zu überdurchschnittlichen Leistungen. Gute Bauteile sind immer eine Vorraussetzung für guten Ertrag.

Wintergärten

Eine grüne Oase das ganze Jahr über genießen, ist für viele eine Wunschvorstellung. Mit einem Wintergarten kann der Wunsch Wirklichkeit werden. Darüber hinaus kann ein Wintergarten auch zur Energieeinsparung nützlich sein, wenn er als eine Art Puffer vor dem Wohnraum angebracht ist. Um die Sonneneinstrahlung optimal zu nutzen, sollte ein Wintergarten auf der Südseite angebaut werden. Wenn der Wintergarten als zusätzlicher Wohnraum genutzt werden soll, ist es nötig mit einer guten Dämmung zu arbeiten. Dass heißt die Materialien müssen die Wärme gut aufnehmen können, um sie dann für einige Zeit zu speichern und sie schließlich verzögert abzugeben. Allerdings blüht bei stark gedämmtem Glas nicht jede exotische Pflanze. Man sollte sich daher vor dem Bau eines Wintergartens entscheiden, ob der Wintergarten zusätzlichen Wohnraum oder eher ein exotisches Gewächshaus werden soll. Bei einem Wintergarten für exotische Pflanzen ist eine Energieeinsparung aber kaum möglich, da eine möglichst große Glasfläche benötigt wird und die Raumtemperatur durchgehend konstant gehalten werden muss. Große Glasflächen bedingen aber auch Energieverluste. Unbeheizte Wintergärten können hingegen die Energiebilanz eines Gebäudes verbessern. Sie sind nur nicht für empfindliche Pflanzen geeignet und können vor allem im Winter nicht täglich genutzt werden.

Im Sommer ist darauf zu achten den Raum nicht zu einer Sauna werden zu lassen. Jalousien für ein verglastes Dach sind daher sinnvoll. Aber nicht nur bei der Auswahl des Glases ist auf eine gute Wärmedämmung zu achten, auch das Material des Gerüstes sollte sorgfältig ausgewählt werden. Holz, Alu oder Kunststoffe kommen als Baumaterial in Frage. Holz ist ein natürlicher umweltfreundlicher Stoff, der gute Wärmedämmungseigenschaften besitzt. Nachteil ist jedoch, dass Holz einen schützenden Anstrich benötigt, der regelmäßig erneuert werden muss. Alu ist pflegeleicht, eine zusätzliche Dämmung ist aber notwendig. Kunststoffe sind pflegeleicht und isolieren gut, sind aber nicht so stabil, so dass sie nur für kleine Konstruktionen verwandt werden können.

 
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